Im zarten Alter von zehn Jahren bekam ich eines Tages von meinem Grossvater zehn Rotroecke und zehn Blauroecke geschenkt. Es waren 40 Millimeter Figuren aus Prince August Formen, mit den Worten : Dies sind die ersten und letzten Figuren, die ich dir bemale. Die restlichen Figuren bemalst du dir selber.? So fing meine Leidenschaft fuer die Zinnfigur an.In den darauf folgenden Jahren vermehrte sich mein Formenschatz auf ein gutesDutzend. In den 80er Jahren kamen die damals neuen Nuernberger MeisterzinnFormen hinzu.

Wie das Leben so spielt, kamen jedoch noch andere Interessen dazu. Unter anderem Freundin, Moped, Lehre usw. Anfang der 90er, als die wilde Zeit vorbei war, entsann ich mich wieder diesem schoenen Hobby.

Wieder fing ich an, Formen zu erwerben und ging im Geburtsjahr meiner Tochter mit meinem damaligen sechsjaehrigen Sohn das erste Mal ins Mekka der Zinnfigur nach Kulmbach, wo ich das erste Mal die Vielfalt dieses Hobbys sah.

Meine Interessen lagen zu dieser Zeit in der Epoche Friedrichs des Grossen. Ging aber vom Farbeneinerlei hinueber zu bunteren Farben der napoleonischen.  

Sammlerfiguren zu erwerben ist ein teures Unterfangen, weshalb ich beschloss, den guenstigeren Weg einzuschlagen, Giessformen zu kaufen und selbst zu Giessen. Nach mehreren Abguessen kam mir die Idee, an den einen oder anderen Figuren herum zu basteln. Mit den Jahren habe ich so meine Erfahrungen mit dem Umbauen von der fertig gegossenen Figur zum Einzelstueck gesammelt. Es fehlt wohl noch viel an Erfahrungen, das geht ueber die Anatomie bis hin zur richtigen Gewehrhaltung. Aber es ist immer noch eine Spielfigur und ich habe noch einige Zeit vor mir.